Schraub`s dran (für E.A.Poe)
Aus der Serie "Aus dem Leben eines Diasporaministranten im Nachkriegsdeutschland" (Teil I):
Ob die Hand bleich war, knochig oder spitzfingrig - meine Erinnerung schweigt...
Jedenfalls ragte sie aus der Grube hoch - der von den Trägern schräg gezogene Sarg vibrierte auf den Hanfseilen (wen alles hatten sie schon abgelassen in den letzten Ruheraum !!??) - und hielt mir den Prügel, das Holzbälkchen hin, mir schlotterten wie sich das gehört in solchem Falle die Knie, rotköpfig stand ich da am Kopfende der Grabstätte mit meinem um die Hälfte verkürzten "Vortragkreuz", griff mit der Linken zittrig nach dem Holz, betend (ja, betend!), dass der Gekreuzigte nicht kopeister seinem Unterstück folgen möge - und hörte die hohle Stimme des gleichsam abgetauchten Obertotengräbers: "Schraub`s an, gleich schraub´s an!"
Ich werde diese Stimme nie vergesssen, nie, und auch diese Hand nicht, nie...!!!
Eigentlich sollte diese Geschichte "Rumpelpumpel" heißen, weil ich sie der Reihe nach erzählen wollte - also: Unterteil des Kreuzstabes löst sich, rumpelt unter den schon eingelassenen Sarg, Pfarrer ( namens Hornischer, Franz, ein Sudetendeutscher) guckt wütend, weil nach dem Krieg Vortragkreuze vor allem in der Diaspora nicht leicht zu haben waren, Trauergemeinde stellt kurzfristig das Trauern ein...usw. ;
aber andersrum find` ich`s irgendwie literarischer!
Ob die Hand bleich war, knochig oder spitzfingrig - meine Erinnerung schweigt...
Jedenfalls ragte sie aus der Grube hoch - der von den Trägern schräg gezogene Sarg vibrierte auf den Hanfseilen (wen alles hatten sie schon abgelassen in den letzten Ruheraum !!??) - und hielt mir den Prügel, das Holzbälkchen hin, mir schlotterten wie sich das gehört in solchem Falle die Knie, rotköpfig stand ich da am Kopfende der Grabstätte mit meinem um die Hälfte verkürzten "Vortragkreuz", griff mit der Linken zittrig nach dem Holz, betend (ja, betend!), dass der Gekreuzigte nicht kopeister seinem Unterstück folgen möge - und hörte die hohle Stimme des gleichsam abgetauchten Obertotengräbers: "Schraub`s an, gleich schraub´s an!"
Ich werde diese Stimme nie vergesssen, nie, und auch diese Hand nicht, nie...!!!
Eigentlich sollte diese Geschichte "Rumpelpumpel" heißen, weil ich sie der Reihe nach erzählen wollte - also: Unterteil des Kreuzstabes löst sich, rumpelt unter den schon eingelassenen Sarg, Pfarrer ( namens Hornischer, Franz, ein Sudetendeutscher) guckt wütend, weil nach dem Krieg Vortragkreuze vor allem in der Diaspora nicht leicht zu haben waren, Trauergemeinde stellt kurzfristig das Trauern ein...usw. ;
aber andersrum find` ich`s irgendwie literarischer!

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