Jülül und die Tochter des Wachtmeisters, Teil 2
BITTE, ERST DEN VOHERIGEN BLOG ABARBEITEN!
Gell, Büchlein, Du denkst jetzt geht`s gleich hurtig weiter; so geht das aber nicht beim Cliffhanger - da muss erstmal ein anderer Motivstrang aktiviert werden, um den Spannungsbogen noch zu straffen.
Jülül!
Jülül - so hieß der Kater meines Nachbarn Reinhard Bolk (habe ich Dir schon gesagt, dass enge Freunde ihn "Bolli" heißen durften?) , den er unerlaubter Weise sich hielt - Jülül - nach dem Begründer der modernen Türkei Atatürk, dem - aus Gründen, die mir entfallen sind - Bolk sich gedanklich nahe wusste; dessen Vornamen lauten allerdings amtlich nur Gazi Mustafa Kemal; Bolk jedoch nahm für sich in Anspruch, geheime Quellen angezapft zu haben, denen er entnahm, dass Jülül wohl Atatürks Kosename, den vor allem seine Mutter und seine ältere Schwester nutzten, gewesen war - ist ja vielleicht auch egal!
Jedenfalls: der Jülül sauste wie von der Tarantel gestochen quietschend durch Bolks Bude, während mir von dessen Bett aus Lindchens (wir hatten ihren schönen Namen inzwischen liebevoll abgekürzt) gutgeformte Beine wild entgegenstrampelten. indes er - Bolk ("Bolli") - mit einem Holzhammer wild auf ihren Schädel drosch, der seinerseits nicht Lindchens mehr zu sein schien, sondern dem eines aufgedunsene Weißclowns glich.
Was ging hierr vor?
Bolk, der durchaus praktisch veranlagte Schwerenöter, pflegte dann, wenn das fin d`amour sich anzudeuten begann, das Gesicht seiner Gefährtin, die bald zu seiner verflossenen sich mutieren würde, in Gips zu gießen, um der erlöschenden Beziehung eine aparte Form von Dauer zu geben; und er hatte - das muss man ihm neidvoll zugestehen - links unten in seinem Spind eine nicht unbeträchtliche Anzahl solcher Abdrücke verborgen - oh, alte Jugendherlichkeit ...
Kurzum: unter seinen Schlägen zerbarst schließlich Gerlindes Maske - bezaubernd sah sie aus als ihre erschreckten Blauaugen endlich wieder sichtbar wurden und ihr Haar und ihr Gesichtchen vom gipsernen Schnee bestäubt malerisch vom blaukarierten Bettzeug sich abhoben..
Die Idylle zerstob, Gerlinde verließ umgehend das Räumchen, knallte die Tür zu, öffnete sie noch einmal, um ihre Zigaretten - HB - zu holen, verschwand entgültig und war offensichtlich irgendwie beleidigt.
Was war vorgefallen?: Nach einem vermutlich(!) letzten Rausch, dem Bollis Ritualen nach die Vergipsungsnummer zu folgen hatte, vergaß er die Strohhalme ihr in die Nasenlöcher einzuführen, die Strohhalme, die der jeweiligen Dame in der Zeit der Prozedur gleichsam Luft und Leben gaben...
Ja, also, das war´s jetzt eigentlich...
Und zu welchen Anlässen mein Freund Reinhard Bolk gern Gummistiefel mit einem roten Punkt trug, das erzähle ich Dir ein anderes Mal ...nicht böse sein!!
Gell, Büchlein, Du denkst jetzt geht`s gleich hurtig weiter; so geht das aber nicht beim Cliffhanger - da muss erstmal ein anderer Motivstrang aktiviert werden, um den Spannungsbogen noch zu straffen.
Jülül!
Jülül - so hieß der Kater meines Nachbarn Reinhard Bolk (habe ich Dir schon gesagt, dass enge Freunde ihn "Bolli" heißen durften?) , den er unerlaubter Weise sich hielt - Jülül - nach dem Begründer der modernen Türkei Atatürk, dem - aus Gründen, die mir entfallen sind - Bolk sich gedanklich nahe wusste; dessen Vornamen lauten allerdings amtlich nur Gazi Mustafa Kemal; Bolk jedoch nahm für sich in Anspruch, geheime Quellen angezapft zu haben, denen er entnahm, dass Jülül wohl Atatürks Kosename, den vor allem seine Mutter und seine ältere Schwester nutzten, gewesen war - ist ja vielleicht auch egal!
Jedenfalls: der Jülül sauste wie von der Tarantel gestochen quietschend durch Bolks Bude, während mir von dessen Bett aus Lindchens (wir hatten ihren schönen Namen inzwischen liebevoll abgekürzt) gutgeformte Beine wild entgegenstrampelten. indes er - Bolk ("Bolli") - mit einem Holzhammer wild auf ihren Schädel drosch, der seinerseits nicht Lindchens mehr zu sein schien, sondern dem eines aufgedunsene Weißclowns glich.
Was ging hierr vor?
Bolk, der durchaus praktisch veranlagte Schwerenöter, pflegte dann, wenn das fin d`amour sich anzudeuten begann, das Gesicht seiner Gefährtin, die bald zu seiner verflossenen sich mutieren würde, in Gips zu gießen, um der erlöschenden Beziehung eine aparte Form von Dauer zu geben; und er hatte - das muss man ihm neidvoll zugestehen - links unten in seinem Spind eine nicht unbeträchtliche Anzahl solcher Abdrücke verborgen - oh, alte Jugendherlichkeit ...
Kurzum: unter seinen Schlägen zerbarst schließlich Gerlindes Maske - bezaubernd sah sie aus als ihre erschreckten Blauaugen endlich wieder sichtbar wurden und ihr Haar und ihr Gesichtchen vom gipsernen Schnee bestäubt malerisch vom blaukarierten Bettzeug sich abhoben..
Die Idylle zerstob, Gerlinde verließ umgehend das Räumchen, knallte die Tür zu, öffnete sie noch einmal, um ihre Zigaretten - HB - zu holen, verschwand entgültig und war offensichtlich irgendwie beleidigt.
Was war vorgefallen?: Nach einem vermutlich(!) letzten Rausch, dem Bollis Ritualen nach die Vergipsungsnummer zu folgen hatte, vergaß er die Strohhalme ihr in die Nasenlöcher einzuführen, die Strohhalme, die der jeweiligen Dame in der Zeit der Prozedur gleichsam Luft und Leben gaben...
Ja, also, das war´s jetzt eigentlich...
Und zu welchen Anlässen mein Freund Reinhard Bolk gern Gummistiefel mit einem roten Punkt trug, das erzähle ich Dir ein anderes Mal ...nicht böse sein!!

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