Aus dem Tagebuch eine Wanderministranten
Ja, es gibt sie noch, Büchlein, diese kleinen verschmusten, verfachwerkten Mittelstädtchen in unserem Heimatland...und ihre Bürgermeister, die passen in der Regel zu ihnen wie gespuckt.
Den vom Städtchen A. im Bayerischen, aber nahe an der Grenze zum Hessischen - Sch. mit Namen (CSU)- , den mögen wir - also die Frau an meiner Seite und ich, der Berichterstatter - "Kurbekanntschaft"...
Alsdann: der überraschende Besuch!
Dame in Sch`s Vorzimmer: "Und wen darf ich dem Herrn Ersten Bürgermeister melden?"
Ich: " Ach, sagen Sie einfach, da wär`wer aus Hessen, der kann ihm preiswert eine Gesamtschule verkaufen; wir haben nämlich welche übrig in Hessen."
Die Dame: "...ich glaube, der Herr Erste Bürgermeister braucht keine..."
Ich: "Aber wir haben zu viele - und ihr habt doch noch gar keine..."
Die Dame wird zappelig.
Eintritt ein jüngerer Herr - offensichtlich Aufstiegsbeamter - in Grau - Typ: Heino Ferch, aber in dümmlich: "Wir haben in A. schon ein Gymnasium, eine Haupt-schule, eine Schule für Lernbehinderte...und überhaupt unser Herr Erster Bürgermeister hat überhaupt kein Geld für so was...jedenfalls müsste er sowieso zuerst in die Gremien..."
Ich: "Aber wenn`s ein Schnäppchen ist, schon gebraucht, aber gut erhalten - Konzept inclusive..."
Auftritt des Ersten Bürgermeisters Sch. (CSU) - jovial, verschmitzt, leutselig - ein Traum von einem Provinzbürgermeister - Gelächter, Schulterklopfen...
Konsternierte Dame, konsternierter Büroleiter - jetzt auch grau im Gesicht; die müssen zur Strafe Geschenke herbeischaffen - A.-Kulis, praktische A.-Schlüs-selanhänger, eine aufwändige Chronik ("Vom Werden einer kleinen Stadt"), ein Sonderheft der Zeitschrift "Brauchtum im Spessart" mit einem Bild des Herrn Ersten Bürgermeisters in irgendeiner lustigen Tracht...
Beim Rundgang im "Haus" schleime ich mich - meint meine "bessere Hälfte" - beim Leiter der Stadtbibliothek, bei der Pressesprecherin und bei der zweiten Sekretärin ein ("Haben Sie aktuelle Ausleihzahlen?" "Haben Sie auch Leserinnen und Leser mit Migrationshintergrund gewinnen können?" "Na, wie oft war der Chef denn heute im Regionalblatt?" "Und wie ist denn so das Arbeitsklima?"); währenddessen besprechen mein Goldstück und der Herr Erste Bürgermeister Werdegänge, Entwicklungsstände und gesundheitliche Verfasstheiten diverser Enkelkinder.
Dann: Kaffeetrinken in Sch.`s adrettem Eigenheim - mit viel Kunst heimischer Schaffender heimelig gemacht...
Zweiter Durchgang: Werdegänge usw. diesmal mit der sympathisch-adretten Frau Bürgermeister; die bleibt auch immer noch sympathisch als die mir Angetraute mittels des Sahnespenders (sic!) das adrette himmelblaue Tischtuch einweißt...
Sch. holt adrett holzgerahmte Fotos herbei: Sch. mit Amtskette und Edmund (Sch.: "Edi") Stoiber, Sch. mit Amtskette und Roland Koch...
Die Stimmung steigt , weil inzwischen Zwetschgenwasser aus der Gegend gereicht wird!
Gutgelaunt machen der Berichterstatter und Sch. die Bürodame und den Büroleiter (Sch: "Ein Trockenbrötchen...aber zuverlässig!") nach und erzählen die Gesamtschulnummer...
Frau Sch: "Also Walter, ich tät die auch nicht nehmen; man hört ja eigentlich nix Gutes drüber..."
Das Berichtete beruht auf tatsächlich Erlebtem, Büchlein, aber was ist schon Wahrheit?!?!
Den vom Städtchen A. im Bayerischen, aber nahe an der Grenze zum Hessischen - Sch. mit Namen (CSU)- , den mögen wir - also die Frau an meiner Seite und ich, der Berichterstatter - "Kurbekanntschaft"...
Alsdann: der überraschende Besuch!
Dame in Sch`s Vorzimmer: "Und wen darf ich dem Herrn Ersten Bürgermeister melden?"
Ich: " Ach, sagen Sie einfach, da wär`wer aus Hessen, der kann ihm preiswert eine Gesamtschule verkaufen; wir haben nämlich welche übrig in Hessen."
Die Dame: "...ich glaube, der Herr Erste Bürgermeister braucht keine..."
Ich: "Aber wir haben zu viele - und ihr habt doch noch gar keine..."
Die Dame wird zappelig.
Eintritt ein jüngerer Herr - offensichtlich Aufstiegsbeamter - in Grau - Typ: Heino Ferch, aber in dümmlich: "Wir haben in A. schon ein Gymnasium, eine Haupt-schule, eine Schule für Lernbehinderte...und überhaupt unser Herr Erster Bürgermeister hat überhaupt kein Geld für so was...jedenfalls müsste er sowieso zuerst in die Gremien..."
Ich: "Aber wenn`s ein Schnäppchen ist, schon gebraucht, aber gut erhalten - Konzept inclusive..."
Auftritt des Ersten Bürgermeisters Sch. (CSU) - jovial, verschmitzt, leutselig - ein Traum von einem Provinzbürgermeister - Gelächter, Schulterklopfen...
Konsternierte Dame, konsternierter Büroleiter - jetzt auch grau im Gesicht; die müssen zur Strafe Geschenke herbeischaffen - A.-Kulis, praktische A.-Schlüs-selanhänger, eine aufwändige Chronik ("Vom Werden einer kleinen Stadt"), ein Sonderheft der Zeitschrift "Brauchtum im Spessart" mit einem Bild des Herrn Ersten Bürgermeisters in irgendeiner lustigen Tracht...
Beim Rundgang im "Haus" schleime ich mich - meint meine "bessere Hälfte" - beim Leiter der Stadtbibliothek, bei der Pressesprecherin und bei der zweiten Sekretärin ein ("Haben Sie aktuelle Ausleihzahlen?" "Haben Sie auch Leserinnen und Leser mit Migrationshintergrund gewinnen können?" "Na, wie oft war der Chef denn heute im Regionalblatt?" "Und wie ist denn so das Arbeitsklima?"); währenddessen besprechen mein Goldstück und der Herr Erste Bürgermeister Werdegänge, Entwicklungsstände und gesundheitliche Verfasstheiten diverser Enkelkinder.
Dann: Kaffeetrinken in Sch.`s adrettem Eigenheim - mit viel Kunst heimischer Schaffender heimelig gemacht...
Zweiter Durchgang: Werdegänge usw. diesmal mit der sympathisch-adretten Frau Bürgermeister; die bleibt auch immer noch sympathisch als die mir Angetraute mittels des Sahnespenders (sic!) das adrette himmelblaue Tischtuch einweißt...
Sch. holt adrett holzgerahmte Fotos herbei: Sch. mit Amtskette und Edmund (Sch.: "Edi") Stoiber, Sch. mit Amtskette und Roland Koch...
Die Stimmung steigt , weil inzwischen Zwetschgenwasser aus der Gegend gereicht wird!
Gutgelaunt machen der Berichterstatter und Sch. die Bürodame und den Büroleiter (Sch: "Ein Trockenbrötchen...aber zuverlässig!") nach und erzählen die Gesamtschulnummer...
Frau Sch: "Also Walter, ich tät die auch nicht nehmen; man hört ja eigentlich nix Gutes drüber..."
Das Berichtete beruht auf tatsächlich Erlebtem, Büchlein, aber was ist schon Wahrheit?!?!
